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Weitere Veranstaltungen zur Friedlichen Revolution

Sonderausstellung in Dresden

»Keine Gewalt« Revolution in Dresden 1989

Austellungsplakat
(© Stadt Dresden)

»Es ist möglich, miteinander zu reden.« Mit diesen Worten beschrieb die Journalistin Uta Dittmann in der Tageszeitung »Die Union« das Ende der Sprachlosigkeit und den Aufbruch zum Dialog im Herbst 1989 nach den Tagen der Gewalt.
Mit der Rolle Dresdens in der Friedlichen Revolution befasste sich die Sonderausstellung »Keine Gewalt - Revolution in Dresden 1989«, die vom 22.7.2009 bis zum 5.4.2010 im Stadtmuseum Dresden zu sehen war. Am 8.10.1989 fiel in Dresden eine Vorentscheidung für den friedlichen Verlauf der Großdemonstration in Leipzig am 9.10.1989 und damit eine Vorentscheidung für den friedlichen Verlauf der Revolution in der DDR überhaupt.
Auch wenn der besondere »Dresdner Weg« zur Demokratie im Herbst 1989, der mit machtvollen Demonstrationen auf den Straßen und in zähen Verhandlungen mit der SED durchgekämpft wurde, im Mittelpunkt der Sonderausstellung stand, nahm diese doch den gesamten Gesellschaftswandel in der Zeit um 1980 bis 2000 in den Blick. Aus der Sicht der großen Milieus der Macht, der Kirchen, der Künstler sowie der Techniker und Ingenieure wurde die Zuspitzung der Gesellschaftskrise in den achtziger Jahren und die verschiedenen Strategien zur Bewältigung der Krise dargestellt. Der abschließende Teil der Ausstellung widmete sich dem Entstehen einer neuen Stadtgesellschaft. Erzählt wurde von den erkämpften neuen Freiheiten, den neuen Möglichkeiten, vom wieder erwachten Bürgersinn, aber auch von den Verlusten und den vollbrachten Anpassungsleistungen der ehemaligen DDR-Bürger. Dem vielfach geäußerten Wunsch, die Ausstellung dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, konnte angesichts der nahezu 100 privaten und institutionellen Leihgeber leider nicht entsprochen werden.

Die Ausstellung wurde von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm mit Lesungen und Vorträgen, Zeitzeugengesprächen und Podiumsdiskussionen begleitet. Dank der Kooperation mit MDR Figaro Radio-Café und dem Dresden Fernsehen konnten zwei Veranstaltungen aus dem Stadtmuseum in Rundfunk und Fernsehen übertragen werden.

Die Friedliche Revolution in der Gemeinde Moritzburg

»Die ›Wende‹ begann vor unserer Haustür.« Unter diesem Titel erarbeitete eine Schülergruppe des Sächsischen Landesgymnasiums Sankt Afra zu Meißen in Kooperation mit der Initiativgruppe "Wende in Moritzburg" eine Ausstellung. Die Ausstellungsbanner gingen auf Zeitzeugenbefragungen zurück, die neun Schülerinnen und Schüler im Sommer in Moritzburg durchgeführt hatten. Zudem recherchierten die Schüler in Privatarchiven, werteten Fotografien und Moritzburger Plakate der Friedlichen Revolution aus.
Die Ausstellung wurde zum Tag der deutschen Einheit 2009 am Sächsischen Landesgymnasium St. Afra zu Meißen eröffnet und später in der Moritzburger Kirche präsentiert. Frank Richter, ehemaliger Bürgerrechtler und Mitglied der Dresdner »Gruppe der 20«, die im Herbst 1989 den Dialog mit der Staatsmacht begann, hielt die Eröffnungsrede. In Moritzburg einnerte Frieder Merkel, Pfarrer i. R. an die Tage der Moritzburger Herbst-Revolution des Jahres 1989.
Zur Verwendung in Schulen und öffentlichen Einrichtungen kann sie angefordert (Kontakt über Jörg Hänisch: joerghaenisch@freenet.de) oder auf der Internetseite der Kirchgemeinde (http://www.kirche-moritzburg.de) besucht werden.
Die Initiativgruppe »Wende in Moritzburg« zeichnet überdies für das Wiederaufleben des Runden Tisches in Moritzburg verantwortlich. Moritzburger Jugendliche haben einen solchen Tisch nachgebaut, an dem sich zu öffentlichen Gesprächsveranstaltungen  Vertreter aus Politik, Bildung, Wirtschaft und Naturschutz trafen, um über die Veränderungen der letzten 20 Jahre in diesen Bereichen nachzudenken und Chancen zukünftiger Entwicklungen zu diskutieren. In bisher fünf Veranstaltungen zu den Themen »Kommunalwahl 1989«,  »Volksbildung der DDR in Moritzburg«, »Umweltschutz in Moritzburg bis 1990«, »Der erste Runde Tisch in Moritzburg im Dezember 1989« und einer Diskussion zu »Kultur im Jahr 2009« trafen sich etwa 200 Interessierte. Alle Veranstaltungen wurden von Jugendlichen aufgezeichnet und können als DVD ab Januar 2010 angefordert werden.

»Sozial sein heißt: Gemeinschaft stiften« - eine Ausstellung nach 20 Jahren

Das sächsische Sozialministerium zeigte im Foyer eine Wanderausstellung »Sozial sein heißt: Gemeinschaft stiften. Schlaglichter aus 20 Jahren Sozialpolitik in Sachsen«. Auf 16 Ausstellungstafeln werden Bereiche vorgestellt, in denen die Verbesserung der Lebensbedingungen seit dem Wiedererstehen des Freistaats für die Menschen besonders augenfällig sind: in der Jugendarbeit, in der Altenpflege, in der Arbeit mit behinderten Menschen, in der Ausstattung der Krankenhäuser und bei der Rehabilitierung von Opfern des SED-Unrechts. »Wir bringen Schlaglichter und werfen Licht auf Beispiele ungeschminkter Realität vor der Friedlichen Revolution vor 20 Jahren. Unsere Ausstellung ist keine Bilanz. Sie widerspiegelt nicht alle Maßnahmen, die das sächsische Sozialministerium seit 1989/90 in allen seinen Verantwortungsbereichen eingeleitet und realisiert hat. Unser Schwerpunkt liegt auf Verdeutlichung des Gewinns für den Einzelnen und die Gemeinschaft seit der Einführung der freiheitlich demokratischen Grundordnung in unserem Land«, sagte Sachsens Sozialministerin Christine Clauß bei einem Rundgang durch die Ausstellung.

Anhand eindrucksvoller Beispiele sollen die großen positiven Veränderungen bewusst gemacht werden, die die Friedliche Revolution 1989/90 im Sozialbereich ermöglichte. »Wir wollen den Tendenzen einer nachträglichen Verklärung von DDR-Zuständen in diesem Bereich entgegenwirken; aber auch dem Verdrängen oder Vergessen der Probleme vor 20 und mehr Jahren«, so Clauß.

Die Wanderausstellung stellt das Ministerium Interessenten gerne zur Verfügung.

Von der Friedlichen Revolution zur sächsischen Verfassung

Eine zeitgeschichtliche und juristische Gesprächsreihe

Die Verfassungsentwürfe der Gruppe der 20 und des zentralen Runden Tisches
Am 28. April 2009 sprachen Vera Lengsfeld, Gerd Poppe, Werner Schulz, Arnold Vaatz und Dr. Herbert Wagner im Oberlandesgericht Dresden  über ihre damaligen Erlebnisse und Vorstellungen von der Gesellschaft. Es moderierte Frank Richter.

Die Verfassungsberatungen des ersten Sächsischen Landtages
Am 27. Mai 2009, sprachen Landtagspräsident Erich Iltgen, Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, und die Mitglieder des Verfassungs- und Rechtsausschusses des ersten Sächsischen Landtages Klaus Bartl (Linke), Dr. Ralf Donner (Bündnis 90/Grüne), Dr. Günter Kröber (FDP), Dr. Bernd Kunzmann (SPD) und Marko Schiemann (CDU) in der Dreikönigskirche zu Dresden über ihre Vorstellungen und Erfahrungen bei der Gestaltung des Freistaates. Es moderierte Geert Mackenroth.

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Keine Gewalt

Umschlag Begleitband »Keine Gewalt«

Zur Dresdner Ausstellung ist ein Begleitband erschienen. Keine Gewalt. Revolution in Dresden 1989, hrsg. von Holger Starke, Stadtmuseum Dresden, Sandstein-Verlag: Dresden 2009. ISBN 978-3-940319-73-9

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Landkarte der Friedlichen Revolution

Kartenausschnitt

Ereignisse und Parolen

Quelle: dpa/Frank Kleefeldt

© Sächsische Staatskanzlei